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Assoziation zwischen gesunden Ernährungsmustern und dem Mortalitätsrisiko in der NAKO Gesundheitsstudie

SchlüsselNAKO-993

ProjektleitungProf. Wolfgang Lieb

Genehmigt am23.10.2024

Öffentlich seit18.02.2025

ZusammenfassungIn einer Vielzahl an Kohortenstudien wurde eine höhere Adhärenz an gesunde Ernährungsmuster wiederholt mit einem geringeren Mortalitätsrisiko in der Allgemeinbevölkerung assoziiert. In diesem Kontext konnten unter anderem mediterrane Ernährungsmuster sowie eine gesunde nordische Ernährung mit einem geringeren Mortalitätsrisiko in Verbindung gebracht werden. Interessant ist, dass regionale Ernährungsmuster insbesondere in jenen Regionen protektiv zu wirken scheinen, in denen sie ihren Ursprung haben, während dies für regionsunspezifische Ernährungsmuster wie die Dietary Approaches to Stop Hypertension weniger ersichtlich ist. So wurde in verschiedenen Studien gezeigt, dass eine mediterrane Ernährung insbesondere in mediterranen Populationen mit einem verringerten Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko assoziiert ist, während sich diese Zusammenhänge in nicht-mediterranen Bevölkerungsgruppen weniger konsistent darstellten. In nordeuropäischen Stichproben konnte gezeigt werden, dass eine gesunde nordische Ernährungsweise mit einem verringerten Mortalitätsrisiko assoziiert war, während in einer mediterranen Kohorte kein solcher Zusammenhang nachgewiesen wurde. Die Studienlage zu gesunden Ernährungsweisen und Mortalitätsrisiko in großen Kohortenstudien aus Deutschland ist noch spärlich. Die NAKO Gesundheitsstudie bietet aufgrund ihrer Größe und breiten regionalen Abdeckung die Möglichkeit, die Assoziation an verschiedene Ernährungsmuster mit dem Überleben mit großer statistischer Power zu untersuchen und dabei präzise Effektschätzer zu erhalten. Im Rahmen dieses Antrags möchten wir daher die Adhärenz an verschiedene gesunde Ernährungsmuster mit der Mortalität in Beziehung setzen. Des Weiteren soll der Fragestellung nachgegangen werden, ob regionale Unterschiede in den Assoziationen zwischen den Ernährungsmustern, insbesondere dem mediterranen und dem nordischen Ernährungsmuster, und der Mortalität beobachtet werden können. Diese Erkenntnisse können dazu beitragen, Ernährungsempfehlungen zur langfristigen Gesundheitsförderung in der deutschen Bevölkerung gezielter zu formulieren.

Schlüsselwörter Mediterrane-Ernährung Mortalität gesunde-nordische-Ernährung

EinrichtungenUniversität Kiel, Universitätsmedizin Greifswald, Institut für Epidemiologie, UKSH Campus Kiel