SummaryDie Aufklärung des möglichen Einflusses durchgemachter Covid-19 Infektionen auf die psychische Gesundheit stellt eine zentrale Herausforderung für die aktuelle epidemiologisch-psychiatrische Forschung dar. Trotz der Hinweise aus vorhandenen Studien auf einen möglichen Einfluss von Covid-19 Infektionen auf transiente, sowie persistierende neuropsychiatrische Einschränkungen, welche insbesondere depressive Symptome und kognitive Einschränkungen umfassen, bleiben wesentliche Fragen bislang ungeklärt. Diese umfassen u.a. die zentrale Frage nach möglichen (prämorbiden) neuropsychiatrischen und soziodemographischen Faktoren, welche den Einfluss von Covid-19 Infektionen auf die psychische Gesundheit moderieren. Ziel des Projektes ist einerseits die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der psychischen Gesundheit, sowie der kognitiven Leistungsfähigkeit vor einer Covid-19 Infektion und dem Auftreten von akuten Symptomen, Post- und Long-COVID Beschwerden, sowie andererseits die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Ausprägung der Beschwerden während der akuten Covid-19 Infektion, möglicher Post- und Long-Covid Beschwerden und persistierenden neuropsychiatrischen Einschränkungen. Die einzigartige Stärke der NAKO für das vorgeschlagene Projekt besteht darin, dass im Unterschied zum Beispiel zu anderen existierenden Kohorten, Informationen zum Gesundheitsstatus vor der Infektion, sowie prospektive Daten zum Verlauf der Beschwerden vorliegen. Die Realisierung des vorgeschlagenen Projektes innerhalb der NAKO bietet so die einzigartige Möglichkeit wertvolle Erkenntnisse zu moderierenden Faktoren der transienten und persistierenden Einschränkungen der psychischen Gesundheit im Zusammenhang mit Covid-19 Infektionen zu erlangen, welche die Basis für die zukünftige Identifikation möglicher Risikogruppen und damit die Entwicklung passgenauer Präventionsprogramme schaffen.
Keywords
COVID-19
Long-Covid
Post-Covid
Psychische-Gesundheit
kognitive-Leistungsfähigkeit
InstitutionsUniversity Hospital of Jena, Universität Münster, Universitätsklinikum Jena, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg