SummaryZiel des Projektes ist die Untersuchung der psychischen Gesundheit von jungen Erwachsenen. Frühere Studien zeigten zum Teil sehr hohe Scores auf Depressionsskalen, wobei viele der Studien sich auf Studierende beziehen (aufgrund eines einfachen Zugangs über die Hochschule). Die Frage ist, ob es ein Alterseffekt ist und sich bei gleichaltrigen Personen, die nicht studieren, ebenso hohe Scores zeigen. Alternativ könnte es mit den Belastungen des Studiums zu tun haben. Hier liegen wiederum Arbeiten vor, die zeigen, dass die depressiven Symptome mit Stress im Studium zusammenhängen. Für die Analyse ist es schwierig, eine angemessene Vergleichsgruppe zu definieren – da Personen, die
nicht studieren, eine andere Risikokonstellation haben können. Die NAKO bietet in dieser Hinsicht aufgrund ihrer Stichprobengröße und tiefen soziodemographischen Charakterisierung die einzigartige Möglichkeit die Prävalenz depressiver Symptome vergleichend unter Kontrolle wichtiger soziodemographischer und weiterer moderierender Faktoren zu untersuchen. Im beantragten Projekt sollen zwar Nicht-Studierende als Kontrollgruppe untersucht werden, jedoch zusätzlich weitere Vergleiche mit (gleichaltrigen) Studierenden, die ihr Studium bereits beendet haben (definiert durch höchsten Bildungsabschluss), oder aber generell am Übergang: Studierende versus ein Jahr ältere Studierte erfolgen. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf vorbestehenden Depressionen, Familiengeschichte, Depressionen und Kindheitstrauma liegen.
Keywords
Psychische-Gesundheit
Studierende
Vergleich
depressive-Symptomatik
junge-Erwachsense
InstitutionsMartin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätsmedizin Halle, University Hospital of Jena