SummaryGesamtprojekt:
„Analyse ausgewählter NAKO-Daten im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung im Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt der Stadt Mannheim“
Die folgende Kurzfassung bezieht sich auf das vom Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt der Stadt Mannheim geplante Gesamtprojekt im Rahmen der kommunalen Gesundheitsberichterstattung (GBE).
Aufgaben und Verortung der Gesundheitsberichterstattung im gesundheitspolitischen Kontext
Gesundheitsberichterstattung (GBE) stellt eine interpretierende Beschreibung der gesundheitlichen Lage und Versorgung von Bevölkerungsgruppen auf regionaler und überregionaler Ebene (Landes- und Bundesebene) zur Verfügung und ermittelt vordringliche Handlungsbedarfe. Dazu werden für die Gesundheitsberichterstattung selbst erhobene Daten oder Sekundärdaten herangezogen. Darüber hinaus erfolgt eine Evaluation von gesundheitlichen Programmen und Maßnahmen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die gesundheitliche Lage und Versorgung von Bevölkerungsgruppen. Durch die Bereitstellung dieser planungsrelevanten Orientierungsdaten ist die Gesundheitsberichterstattung in der Gesundheitspolitik ein wichtiges Instrument zur Festlegung von Prioritäten sowie zur Standortbestimmung.
Gesetzlich ist die Gesundheitsberichterstattung im öffentlichen Gesundheitsdienstgesetz (ÖGDG) des Landes Baden-Württemberg als Aufgabe der Gesundheitsämter verankert.
Gesundheitspolitische Interventionen sollten idealerweise dem „Public-Health-Action-Cycle“ folgen
1. Problembestimmung, 2. Strategieformulierung, 3. Umsetzung, 4. Bewertung.
Die Gesundheitsberichterstattung spielt in diesem Modell im Rahmen der Problembestimmung und der Bewertung der Wirksamkeit gesundheitspolitischer Maßnahmen eine Rolle.
Im Rahmen eines GBE-Projekts mit dem Arbeitstitel „Analyse ausgewählter NAKO-Daten im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung im Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt der Stadt Mannheim“ sollen die folgenden Daten der NAKO für den Stadtkreis Mannheim ausgewertet werden. Die Auswertung von Daten aus der NAKO soll in drei Teilprojekten erfolgen:
1. Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in Mannheim (Covid-Fragebogen)
!Die Datennutzung wird in diesem Dokument beantragt
Titel Teilprojekt 1: "Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in Mannheim"
2. Gesundheitsrelevantes Verhalten, subjektive Gesundheit, gesundheitsbezogene Lebensqualität, Umweltbelastungen/Wohnumfeld, psychosoziale Faktoren und Stress
3. Nicht übertragbare/chronische Erkrankungen, Infektionskrankheiten
!Datennutzung wird einem neuen Dokument beantragt.
In allen Berichtsteilen sollen die gesundheitsrelevanten Indikatoren differenziert nach soziodemografischen Merkmalen Geschlecht, Alter, Migrationshintergrund, Lebenssituation und dem sozioökonomischen Status ausgewertet werden.
Projektziele:
1. Beschreibung des Ist-Zustands gesundheitsrelevanter Indikatoren in Mannheim
2. Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Stadt Mannheim in den Handlungsfeldern Prävention/Gesundheitsförderung.
3. Information und Beratung der Lokalpolitik auf der Grundlage der Ergebnisse.
Im vorliegenden Dokument wird die Nutzung der Daten aus der Covid-Studie beantragt (Teilprojekt 1). Wissenschaftliche Studien weisen auf vielfältige Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf gesellschaftlicher und individueller Ebene hin.
Keywords
Public-Health-Action-Cycle-Gesundheitsberichterstattung-Folgen-Covid-19-Pandemie-Politikberatung
InstitutionsStadt Mannheim, Stadt Mannheim, Fachbereich 58: Jugendamt und Gesundheitsamt