SummaryDie gesundheitlichen Effekte niedriger Dosen ionisierender Strahlung (<100 mSv) sind bislang nicht in dem selben Maße stichhaltig wie die Evidenz für hohe Dosen. Daher besteht weiterhin eine gewisse Unsicherheit zu Aussagen der langfristigen adversen gesundheitlichen Folgen. Internationale Fachgremien wie das United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation (UNSCEAR) betonen daher die Notwendigkeit verbesserter, harmonisierter Expositionsabschätzungen als Grundlage robuster strahlenepidemiologischer Analysen.
Ziel des vorliegenden Machbarkeitsvorhabens ist die Erprobung einer Expositionsmatrix für niedrig dosierte ionisierende Strahlung, welche die Quellen Umwelt, Beruf und Medizin integriert und damit eine umfassende Abschätzung der Strahlenexposition in der NAKO ermöglichen soll. Im Kern besteht die Methodik aus mehreren Datenlinkages der NAKO-Daten mit Dosisdatensätzen des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Die Subkohorte MedExpo wird für das Vorgehen herangezogen.
Nach Abschluss des Vorhabens können mögliche Herausforderungen für die Umsetzung einer solchen Expositionsmatrix identifiziert werden und Lösungsstrategien erarbeitet werden. Darüber hinaus kann die Verteilung der Strahlenexposition abgeschätzt werden und mit deutschlandweiten Dosisdaten des BfS verglichen werden.
Keywords
Berufliche-Belastung
Strahlenepidemiologie
Umwelt
ionisierende-Strahlung
InstitutionsLeibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie- BIPS, Universität Münster, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS, Helmholtz Zentrum München