SummaryDas Projekt untersucht den Zusammenhang zwischen Temperaturexposition und psychischer Gesundheit in der NAKO-Gesundheitsstudie. Im Fokus stehen depressive Symptome (PHQ-9) und Angstsymptome (GAD-7). In diesem Vorhaben werden sowohl querschnittliche Analysen (U1) als auch prospektive Auswertungen (U1 --> U2) durchgeführt. Sobald Temperaturexpositionsdaten auch für U2 verfügbar sind, werden längsschnittliche Analysen ergänzt. Multivariable Modelle berücksichtigen zentrale Einflussfaktoren (u. a. Alter, Geschlecht, soziodemografische Merkmale) sowie potenzielle Vulnerabilitäts- und Belastungsfaktoren (z. B. traumatische Kindheitserfahrungen, psychosoziale Stressbelastung, Schlafqualität). Luftschadstoffe (NO₂, PM2.5) werden ergänzend berücksichtigt, um Robustheit der Temperatureffekte zu prüfen. Die Ergebnisse können dazu beitragen, temperaturbezogene Risiken für die psychische Gesundheit in Deutschland besser zu verstehen, vulnerable Gruppen zu identifizieren und evidenzbasierte Public-Health- und Hitzeschutzmaßnahmen zu unterstützen.
Keywords
Angst
Depression
Hitze
Klimawandel
Temperatur
psychische-Gesundheit
InstitutionsUniversität Bielefeld, Helmholtz Zentrum München, Universität Münster, IUF- Leibniz Institut für Umweltmedizinische Forschung, Universität Heidelberg, Institut für Epidemiologie der Universität Münster, IUF - Leibniz Institut für umweltmedizinische Forschung