SummaryDank erheblicher Fortschritte in der Krebsdiagnostik und -therapie wächst die Zahl der Menschen, die eine Krebserkrankung überleben und über viele Jahre mit krankheits- und behandlungsbedingten Folgen konfrontiert sind. Diese sogenannten „Cancer Survivors“ zeigen häufig körperliche, psychische und soziale Langzeit- und Spätfolgen, insbesondere im Kontext von Multimorbidität und sozialer Ungleichheit. Ziel des beantragten Projekts ist es, auf Basis der Nationalen Kohorte (NAKO) die gesundheitliche Situation, Lebensstilfaktoren, Komorbiditäten sowie psychosoziale Belastungen von Krebsüberlebenden umfassend zu beschreiben und systematisch mit einer gematchten Stichprobe von Personen ohne Krebserkrankung zu vergleichen. Durch die Identifikation vulnerabler Subgruppen, z.B. Personen mit niedrigen sozioökonomischen Ressourcen, und relevanter Risikofaktoren, z.B. Multimorbidität, sollen Ansatzpunkte für eine individuelle und bedarfsgerechte Versorgung, sowie tertiärpräventive Maßnahmen im Sinne einer verbesserten Survivorship-Versorgung abgeleitet werden.
Keywords
Krebs
Langzeitfolgen
Lebensstil
Multimorbidität
Tertiärprävention
psychosoziale-Folgen
InstitutionsUniklinikum Leipzig - Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Leipzig, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Deutsches Krebsforschungszentrum, Deutsches Krebsforschungszentrum und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen