SummaryBisher existieren keine prophylaktischen oder nachhaltigen therapeutischen Wirkstoffe gegen die Alzheimer-Demenz. Kleine Beobachtungsstudien und RCTs zu Lithium in dieser Indikation haben uneindeutige Befunde ergeben, weisen jedoch zum Teil auf eine präventive und eventuell therapeutische Wirkung von Lithium. Mit den NAKO Daten U1 und U2 sollen die Ergebnisse der neuropsychologischen Testbatterie zunächst cross-sectional von Teilnehmenden mit Lithiummedikation mit Teilnehmenden ohne diese Medikation verglichen werden. In einem zweiten Schritt wird die kognitive Funktionsänderung von U1 zu U2 in Abhängigkeit einer Lithiummedikation zu Baseline analysiert. Da die Indikation für Lithium i.d.R. die Diagnose einer affektiven Störung voraussetzt, erfordert die Analyse zusätzlich die Berücksichtigung von psychiatrischen Symptomclustern und -diagnosen sowie ausgewählter somatischer Komorbidität. Die Ergebnisse dieser Studie sollen im positiven wie im negativen Fall Informationen für die Demenzforschung erbringen.
Keywords
Demenz
Lithium
Prophylaxe
Therapie
InstitutionsUniversität zu Köln, Institut für Epidemiologie der Universität Münster, Universitätsklinikum, Technische Universität Dresden