SummaryDie Zunahme Stress-assoziierter psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen verdeutlicht die Relevanz eines besseren Verständnisses der individuellen Unterschiede in der Reaktion auf Stress und Widrigkeiten. In Vorarbeiten zu Resilienzmechanismen und Gehirnalterung konnten wir einen Zusammenhang von hoher Stressresilienz mit jüngerem Gehirnalter und besserer kognitiver Lesitung aufweisen. Zudem konnten wir in einer Gruppe von Hochrisikopersonen beobachten, dass Patienten, die zukünftig eine Psychose entwickeln, eine geringere Stressresilienz aufweisen. Wir verfolgen in diesem Projekt drei Ziele: 1.) Untersuchung des Zusammenhangs von Stressresilienz und Gehirnmaßen (Gehirnalter und Stressresilienz-Pattern) in der Allgemeinbevölkerung; 2.) Vorhersage von Stressresilienz mithilfe von struktureller und funktioneller Bildgebung, Gehirnalter und Kognitionsmaßen in der Allgemeinbevölkerung; 3.) Vorhersage der Entwicklung psychischer Erkrankungen anhand des Stressresilienzmaßes, sowie anhand einer Kombination aus Stressresilienzmaß, Gehirnalter, Kognitionsmaßen und verschiedenen Bildgebungsmaßen. Daher werden wir mithilfe von Bildgebung (T1-gewichtete Strukturbilder) des Gehirns eine Schätzung des Gehirnalters (BrainAGE) in der NAKO-Kohorte vornehmen und in Zusammenhang mit einem Stressresilienzmaß (SR Maß), Kognitionsmaßen, sowie Krankheitsverläufen bringen. Das übergeordnete Ziel ist eine verbesserte Erfassung und ein verbessertes Verständnis von Resilienzprozessen, um die Prävention und Behandlung von psychischen Erkrankungen zu optimieren.
Keywords
Allgemeinbevölkerung
BrainAge
Kognition
MRT-Hirnbildgebung
Prävention
Resilienzmarker
Resilienzmechanismen
Stressresilienz
psychische-Erkrankungen
strukturelle-Gehirnbildgebung
InstitutionsMartin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), Leibniz-Institut für Resilienzforschung, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Klinikum der Universität München, Ludwig-Maximilians-Universität, Universitätsklinikum Halle