SummaryZahlreiche Studien zeigen, dass bestimmte Patientengruppen, wie ältere Menschen, Personen mit Migrationshintergrund oder in ländlichen Regionen lebende Patient/innen, nur einen eingeschränkten Zugang zu optimaler, patientenorientierter Versorgung haben und daher häufig schlechtere Behandlungsergebnisse aufweisen. Gründe hierfür sind unter anderem längere Anfahrtswege zu medizinischen Zentren und ein geringeres Angebot an unterstützenden Versorgungsleistungen. In Deutschland besteht ein erheblicher Forschungsbedarf hinsichtlich der Zugangsbarrieren in der medizinischen Versorgung sowie bezüglich möglicher Lösungsstrategien. Ziel der geplanten Analysen ist es, mithilfe der NAKO Gesundheitsstudie – der größten epidemiologischen Kohorte in Deutschland – zu untersuchen, ob bestimmte Bevölkerungsgruppen im Zugang zur medizinischen Versorgung benachteiligt sind. Dabei soll ermittelt werden, ob der Grad der Ländlichkeit des Wohnorts mit einem eingeschränkten Zugang zu medizinischen Behandlungen und weiterführenden Therapien in Verbindung steht. Untersucht werden weitere mögliche EInflussfaktoren, unter anderem sozioökonomische Faktoren, Migrationshintergrund, Lebensstilfaktoren, Bildungsstand, soziale Eingebundenheit, Persönlichkeitsmerkmale und Versicherungsstatus. Es wird analysiert, wie diese Merkmale mit der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei Patient/innen mit besonders prävalenten und häufig tödlich verlaufenden chronischen Erkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen, Krebs und psychischen sowie Verhaltensstörungen assoziiert sind.
Keywords
Cancer
Cardiovascular
Vulnerabilität
access
equal
fair
psychische-Erkrankungen
rural
InstitutionsUniversität Regensburg, Helmholtz Zentrum München