Assoziation zwischen Alkoholkonsum und gesundheitlichen Outcomes in der NAKO Gesundheitsstudie

KeyNAKO-1113

Project leadDr. Paula Stürmer

Approval date18.08.2025

Published date14.01.2026

SummaryHoher Alkoholkonsum und Alkoholmissbrauch wirken sich negativ auf die menschliche Gesundheit aus und sind beispielsweise mit einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen und Mortalität assoziiert. Im Kontrast dazu zeigen zahlreiche Studien, dass ein leichter bis moderater Alkoholkonsum im Vergleich zur Alkoholabstinenz mit einem verringerten Risiko für bestimmte kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Mortalität assoziiert sei, wobei der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und diesen gesundheitlichen Endpunkten meist als eine J-förmige Kurve beschrieben wird. Jedoch werden zunehmend methodische Limitationen als potenzielle Erklärung für diese paradoxen gesundheitsförderlichen Effekte von geringem Alkoholkonsum diskutiert, wie der Einschluss von krankheitsbedingt-alkoholabstinenten Individuen in die Referenzgruppe der Personen ohne Alkoholkonsum und die nicht ausreichende Berücksichtigung von Störfaktoren wie dem Rauchstatus. So wie die Global Burden of Disease Study 2016 schlussfolgerte, dass nur der Verzicht auf Alkohol die gesundheitsschädlichen Schäden durch Alkohol minimiert, empfiehlt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) seit Ende 2024, komplett auf alkoholische Getränke zu verzichten. Vor dem Hintergrund dieser neuen Empfehlungen soll der Alkoholkonsum von Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie hinsichtlich des Zusammenhangs mit diversen Gesundheitsparametern (z. B. klinische Erkrankungen, kardiometabolische Risikofaktoren, Körperzusammensetzung, Kognition, Mortalität) betrachtet werden. Hierbei sollen die neuen Erkenntnisse bezüglich methodischer Limitationen vorangegangener Studien bestmöglich berücksichtigt werden.

Keywords Alkohol Kognition Körperzusammensetzung MRT Mortalität Stoffwechselerkrankungen kardiometabolische-Risikofaktoren

InstitutionsInstitut für Epidemiologie, UKSH Campus Kiel, Universität Kiel

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