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Assoziation der Adhärenz an die deutschen lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen mit verschiedenen Gesundheitsparametern sowie dem Mortalitätsrisiko in der NAKO Gesundheitsstudie

KeyNAKO-1077

Project leadDr. Paula Stürmer

Approval date17.04.2025

Published date17.10.2025

SummaryDie Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) hat im März 2024 die neuen lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen herausgegeben. Im Rahmen des beantragten Projektes wollen wir i) einen Ernährungsindex generieren, der diese Empfehlungen abbildet. Im Anschluss soll analysiert werden, ii) inwieweit sich die Teilnehmenden der NAKO Gesundheitsstudie an diese Ernährungsempfehlungen halten (deskriptive Beschreibung der Adhärenz dargestellt durch den neu entwickelten Index) und iii) inwieweit die Adhärenz an diese Ernährungsempfehlungen in der NAKO mit diversen Gesundheitsparametern, der Krebsinzidenz und mit dem Langzeitüberleben (bzw. Mortalität) assoziiert ist. Des Weiteren sollen iv) die Assoziationen zwischen dem neuen Index und ausgewählten Gesundheitsparametern denen zwischen etablierten Ernährungsmuster (z. B. mediterrane Ernährung oder Dietary Approaches to Stop Hypertension (DASH)) und diesen Gesundheitsparametern in der NAKO gegenübergestellt werden, um Aufschluss über die Eignung des entwickelten Index zu gewinnen. In Bevölkerungsstudien können Ernährungsindizes genutzt werden, um die Adhärenz an verschiedene gesunde Ernährungsmuster sowie deren Assoziation mit wichtigen Gesundheitsendpunkten darzustellen. So ist beispielsweise die mediterrane Ernährungsweise gehäuft mit einem verringerten Risiko für chronische nicht-übertragbare Krankheiten sowie einem geringeren Mortalitätsrisiko assoziiert. Jedoch ist die Studienlage nicht immer eindeutig und im Speziellen liefern Studien aus deutschen Bevölkerungsgruppen teils widersprüchliche Erkenntnisse. Dies könnte darin begründet sein, dass die existierenden Ernährungsindizes eine gesunde deutsche Ernährungsweise möglicherweise nicht adäquat erfassen können und so positive Auswirkungen auf die Gesundheit durch diese Ernährungsweisen unterschätzt werden. Ein Ernährungsindex, der speziell die Ernährungsempfehlungen für die Bevölkerung in Deutschland abbildet, könnte genutzt werden, um zum einen die Adhärenz der deutschen Bevölkerung an diese Empfehlungen abzubilden. Zum anderen würde ein solcher Ernährungsindex die Möglichkeit bieten, Assoziationen zwischen einem gesunden deutschen Ernährungsverhalten und wichtigen Gesundheitsparametern und -endpunkten adäquat darzustellen. Die Analysen in diesem beantragten Projekt können wichtige Erkenntnisse zur Anwendbarkeit und gesundheitlichen Bedeutung der deutschen Ernährungsempfehlungen liefern und so das Ziel der langfristigen Gesundheitsförderung in der deutschen Bevölkerung durch diese Empfehlungen unterstützen. Stichwörter: Deutsche lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen, Gesundheitsparameter, Mortalität, Ernährungsindex, Krebsinzidenz

Keywords Deutsche-lebensmittelbezogene-Ernährungsempfehlungen Gesundheitsparameter Krebs Mortalität

InstitutionsInstitut für Epidemiologie, UKSH Campus Kiel, Universität Kiel

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